DGFP-News

17.07.2017

DGFP // Hauptstadt-Dialog: Wie sich HR auf den Brexit vorbereiten kann

In der Reihe DGFP // Hauptstadt-Dialog stand am 11. Juli 2017 der kommende EU-Austritt Großbritanniens auf der Tagesordnung. Bob Morton (EAPM) erläuterte die möglichen Auswirkungen auf Unternehmen und Arbeitnehmer und stellte Handlungsoptionen für HR dar.

Mit welchen Auswirkungen müssen Unternehmen und HR in Großbritannien und Europa durch den bevorstehenden Brexit rechnen? Wie kann sich das Personalmanagement darauf vorbereiten? Diese und weitere Fragen standen im Fokus einer aktuellen Veranstaltung im Rahmen der Reihe DGFP // Hauptstadt-Dialog. Zu Gast waren Bob Morton, Präsident der European Association for People Management (EAPM) und Vorsitzender des Enterprises Ltd Boards der britischen DGFP-Partnerorganisation CIPD, sowie zahlreiche deutsche und internationale Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

„Als Personaler dürfen wir nicht länger den Kopf in den Sand stecken“, betonte er bei seinem Vortrag. „Es wird dringend Zeit, sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen und konkrete Maßnahmen zu ergreifen.“ Bis Ende März 2019 soll der Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union umgesetzt sein. Bislang sei das Thema bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern jedoch vor allem mit großen Unsicherheiten verbunden, wie auch aktuelle Umfragen zeigen. Kaum jemand könne genau sagen, was sich für Arbeitsplätze und den Arbeitsmarkt insgesamt ändern wird – zumal dies auch  vom jeweiligen Land und der konkreten Branche abhänge. In einigen Bereichen denken Beschäftigte und Organisationen jedoch bereits über einen Jobwechsel beziehungsweise Umstrukturierungen nach. Eine der wichtigsten Aufgaben sei es daher zum jetzigen Zeitpunkt, so Morton, der Unsicherheit entgegenzuwirken. Als wichtige Handlungsfelder nannte er neben Motivierung /Incentivierung insbesondere vorausschauendes Talent- und Fachkräftemanagement. Auch auf diesich ändernden Immigrations- und Visabedingungen sollte man sich frühzeitig einstellen. HR sei hierbei gefragt, bereits jetzt umfassende Risikoanalysen vorzunehmen und gemeinsam mit der Unternehmensleitung passende Maßnahmen vorzubereiten.

„Der Brexit wird für einige Unternehmen mit einschneidenden Veränderungen einhergehen“, sagt auch Katharina Heuer, Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Gesellschaft für Personalführung e.V. (DGFP). „Insbesondere Unternehmen mit Standorten in UK müssen sich auf gravierende Änderungen auf den Arbeitsmärkten einstellen. Darüber hinaus ist HR gut beraten, die Veränderungen bereits jetzt vorzubereiten und zu begleiten. Vor allem geht es darum, der derzeit herrschenden Unsicherheit bei betroffenen Mitarbeitern aktiv entgegenzutreten“, so Heuer weiter.

Der DGFP // Hauptstadt-Dialog widmet sich jeweils aktuellen arbeitsmarktpolitischen Fragen. Bei der kommenden Veranstaltung am 29.09.2017 wird Raimund Becker, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit (BA), zu künftigen Kooperationsfeldern zwischen BA und Personalmanagement sprechen und mit den Teilnehmenden diskutieren.



Eine Bildauswahl zum aktuellen DGFP // Hauptstadt-Dialog ist hier verfügbar.

Eine Leistung der Deutsche Gesellschaft für Personalführung e.V.