DGFP-News

11.12.2012

DGFP-Langzeitstudie: Professionelle Mitarbeiterbindung noch eher die Ausnahme

Obwohl die Mitarbeiterbindung zu den wichtigsten Handlungsfeldern eines zeitgemäßen Personalmanagements gehört, hält sich der Grad der Umsetzung in den meisten Unternehmen bislang in Grenzen. Das geht aus der DGFP-Langzeitstudie Professionelles Personalmanagement (pix) 2012 hervor.

pix2012

Demnach verfügen nur wenige Unternehmen (4 Prozent) für die Mitarbeiterbindung über ein schriftlich fixiertes strategisches Konzept. Optimierungsbedarf besteht vor allem in folgenden Bereichen:

  • Analyse erfolgskritischer Zielgruppen (in 27 Prozent der Unternehmen kaum bis nicht umgesetzt)
  • Einsatz zielgruppenspezifische Bindungsinstrumente (in 29 Prozent der Unternehmen kaum bis nicht umgesetzt)
  • Eindeutige Definition der Abläufe und Prozesse für die Mitarbeiterbindung (in 32 Prozent der Unternehmen kaum bis nicht umgesetzt)
  • Einsatz geeigneter Methoden und Instrumente für die Mitarbeiterbindung (in 35 Prozent der Unternehmen kaum bis nicht umgesetzt)

Im Vergleich zu anderen HR-Gestaltungsfeldern wie Arbeitsrecht und Sozialpartnerschaft oder Führungs- und Selbstkompetenz, in denen die Umsetzung bereits einen hohen Professionalisierungsgard aufweist, besteht im Bereich der Mitarbeiterbindung also - generell betrachtet - noch deutlicher Nachholbedarf. Wie ein professionelles "Retention Management" aussehen kann, stellen wir Ihnen in unserem Interview mit Peter Kleitsch, gesamtverantwortlicher Personalleiter der MTU Aero Engines GmbH, vor.


Die DGFP-Langzeitstudie Professionelles Personalmanagement (pix) ist ein Bestandteil der Professionalisierungsinitiative der Deutschen Gesellschaft für Personalführung e.V. (DGFP). Seit 2004 werden regelmäßig alle ordentlichen Mitgliedsunternehmen der DGFP zu den "pix-Befragungen" eingeladen.

Sascha Jussen
DGFP-Online-Redaktion

DGFP-Langzeitstudie Professionelles Personalmanagement (pix) 2012

Eine Leistung der Deutsche Gesellschaft für Personalführung e.V.