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02.11.2011

Aktuelle Studie: Nachhhaltigkeit zunehmend als Zielgröße im Personalmanagement verankert

Bislang war das Personalmanagement europäischer Unternehmungen in Anlehnung an anglo-amerikanische Vorbilder (noch) stark an ökonomischen Zielsetzungen ausgerichtet. Personalwirtschaftliche Maßnahmen dienten vorrangig dazu, die wirtschaftlichen Unternehmensziele möglichst unmittelbar zu unterstützen. Allerdings macht sich allmählich ein Wandel bemerkbar. In mehr und mehr Unternehmen gehört Nachhaltigkeit im Personalmanagement zumindest zu einer von mehreren Zielgrößen.

So geben in einer aktuellen Studie des schweizer Personal- und Marktforschungsinstituts Empiricon (2011) rund 60 Prozent der europäischen Personalmanager an, dass sie ein "besonders innovatives Konzept" für ein nachhaltiges Personalmanagement in ihrem Unternehmen implementiert haben. Selbst wenn man bei den zugrundeliegenden Aussagen ein gewisses Maß an Selbstüberschätzung unterstellt, zeigt diese Zahl doch, dass sich ein Großteil der Personaler mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzt.

Aktuelle Krisen - langfristige Sichtweise
Diese Tendenzen werden in den nächsten Jahren noch mehr Bedeutung für die Personalarbeit gewinnen. Denn betriebliche und außerbetriebliche Rahmenbedingungen (hohe Umweltdynamik und -komplexität) zwingen Unternehmen zunehmend, sich von kurzfristig orientierten und kurzsichtigen Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit abzuwenden (z. B. Konstensenkung durch Kürzungen im Weiterbildungsbereich). Diese Sichtweise erhält durch die Schockwirkung der zurückliegenden globalen Wirtschaftskrise und der aktuellen Euro-Krise weiteren Auftrieb.

Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit

Mehr denn je sind heute Konzepte gefragt, die Kontinuität versprechen, Glaubwürdigkeit vermitteln und zu qualitativ hoch stehenden Problemlösungen führen. Die entsprechenden Maßnahmen betreffen Individuum und Unternehmung als gleichwertige Partner: Einerseits wird durch ein nachhaltiges Personalmanagement die Erfüllung der individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter angestrebt, andererseits unterstützt es langfristig die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.

Sascha Jussen
DGFP Online-Redaktion

Eine Leistung der Deutsche Gesellschaft für Personalführung e.V.

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Kommentare

16.11.2011 Bernd Ihnenfeld

Naja, ob "Nachhaltigkeit" wirklich der neue Trend im Personalmanagement wird? Vielleicht in großen Konzernen, die sich mit diesem Wort schmücken können. Für kleine und mittlere Unternehmen wird hingegen wohl weiterhin die rein ökonomische (Über-)Lebensfähigkeit im Mittelpunkt auch des personalbezogenen Handelns stehen ...