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08.05.2011

Bürofachkräfte im Gehaltsspiegel - Was Office-Mitarbeiter verdienen

Ein professionelles Managements benötigt nicht nur gute Führungskräfte, sondern auch fähige Assistenten, engagierte Sachbearbeiter und Verwaltungskräfte. Deshalb sollten Topmanager wissen, welche Gehälter und Zusatzleistungen für eine kompetente Büromannschaft anfallen, schreibt die Financial Times Deutschland (FTD) unter Berufung auf eine Studie des Personaldienstleisters OfficeTeam.

Laut OfficeTeam steigen Teamassistenten ohne Berufserfahrung mit durchschnittlich 26.000 Euro pro Jahr ein. Sie könnten sich jedoch über 15 Jahre auf bis zu 40.000 Euro hocharbeiten. Als Assistent der Geschäftsführung liege die Spanne zwischen 29.000 und 55.000 Euro. Fremdsprachensekretäre verlangten 30.000 bis 45.000 Euro. Etwa jeder Zweite in diesen Berufsgruppen erhält Weihnachts- und Urlaubsgeld. 44 Prozent bekommen vermögenswirksame Leistungen. Jeder Dritte freut sich über flexible Arbeitszeiten.

Zusatzleistungen sind standard
In reinen Sekretariatsjobs sind Jahresgehälter ab 22.500 Euro üblich. Bei Kräften mit mehr als fünf Jahren Berufserfahrung müssen Chefs mindestens mit 27.500 Euro pro Jahr rechnen. Hinzu kommen Zusatzleistungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld, vermögenswirksame Leistungen. Fast jeder dritte Angestellte im Sekretariat erhält auch eine Betriebsrente.

Firmenhandy wird erwartet
In der Personalabteilung muss schon etwas mehr investiert werden. Eine Assistenzstelle für den Personalleiter, bei der Erfahrung über mindestens 10 Jahre gefordert wird, muss mit einem Gehalt von mindestens 42.000 angesetzt werden. Zudem ist hier zeitlich flexibles Arbeiten bereits in jedem zweiten Unternehmen Usus. Marketing- und PR-Assistenten erwarten bis zu 40.000 Euro Jahresgehalt. Jeder fünfte Teilnehmer der Studie gab zudem an, ein Firmenhandy zu haben. Das erwarten sie auch für künftige Jobs.

Einkauf besser bezahlt als Logistik

Im Vertrieb bewegen sich die Gehälter von Sachbearbeitern und Asisstenzen in etwa im gleichen Rahmen wie im Personalwesen und Marketing. Im Einkauf müssen dagegen zwischen 35.000 Euro pro Jahr (ohne Berufserfahrung) und 51.000 Euro (mit mehr als 15 Jahren Erfahrung) in neue Mitarbeiter investiert werden. Sachbearbeiter in Im- und Exportabteilungen sowie in der Logistik müssen als Berufseinsteiger mit Vergütungen um die 20.000 Euro vorlieb nehmen. Mit wachsender Erfahrung steigt ihr Gehalt auf bis zu 45.000 Euro jährlich.

Variable Gehaltsanteile eher die Ausnahme
Über alle Berufsgruppen hinweg erhielt im vergangenen Jahr etwa jeder Dritte eine Gehaltserhöhung. In den Personalabteilungen war es sogar jeder Zweite. Die Höhe des Gehaltsaufschlags variiert allerdings zwischen vier Prozent (Sekretariat) und sieben Prozent (Einkauf). Variable Gehaltsanteile gibt es nur etwa bei jedem Zehnten.

Der Personaldienstleister OfficeTeam befragte für diesen Gehaltsspiegel anonym und bundesweit mehr als 2000 Office-Fachkräfte. Zusätzlich wurden die Angaben von Personalberatern aus mehreren hundert Personalgesprächen ausgewertet.

Sascha Jussen
DGFP Online-Redaktion

Eine Leistung der Deutsche Gesellschaft für Personalführung e.V.