DGFP Pressemitteilungen
05.10.2011
DGFP Kurzumfrage zur Fachkräftesicherung: Personalmanager setzen auf (Weiter-) Bildung
Eine Leistung der Deutsche Gesellschaft für Personalführung e.V.
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05.10.2011
Mit Blick auf die Fachkräftesicherung Erfolg versprechend ist nach Einschätzung der befragten Personalmanager außerdem eine stärkere Erwerbsbeteiligung von Frauen und von älteren Arbeitnehmern. Bei der qualifizierten Zuwanderung unterscheiden die Befragten zwischen Fachkräften aus der EU und Fachkräften aus Drittstaaten: Während 67 Prozent die Meinung vertreten, dass die Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte aus der EU gut geeignet ist, langfristig ein ausreichendes Angebot an Fachkräften zu sichern, halten nur 32 Prozent die Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten für eine zur Fachkräftesicherung gut geeignete Maßnahme.
Obwohl – oder gerade weil? - die qualifizierte Zuwanderung aus
Nicht-EU-Staaten in der Liste der Lösungsansätze auf dem letzten
Platz liegt, erhoffen sich die befragten Personalmanager hier
Erleichterungen: 69 Prozent wünschen sich, dass ausländische
Absolventen deutscher Hochschulen ein unbefristetes Bleiberecht
erhalten, sobald sie einen Arbeitsplatz haben. 65 Prozent sind der
Ansicht, dass das Mindesteinkommen, das einwanderungswillige
Fachkräfte nachweisen müssen, herabgesetzt werden soll. Ebenso
viele Personalmanager fordern, die Bewertung und Anerkennung im
Ausland erworbener Qualifikationen zu vereinfachen. Und 60 Prozent
wünschen sich ein Punktesystem für qualifizierte Zuwanderung nach
dem Vorbild Australiens und Kanadas.
"Gerade bei der einfachen und unbürokratischen Anerkennung von
Qualifikationen, die im Ausland erworben wurden, gibt es einen
politischen Regelungsbedarf. Internationale Unternehmen sind dort
weiter als der Staat. Wir brauchen in Deutschland ein System, um
Abschlüsse aus dem Ausland anrechenbar zu machen Ein Punktesystem
analog Kanadas oder Australiens könnte sich dafür eignen“, fordert
Stefan Lauer, Vorstandsvorsitzender der DGFP.
Die Mehrheit der befragten Personalmanager ist sich der eigenen
Verantwortung für das Gelingen qualifizierter Zuwanderung bewusst:
81 Prozent können sich vorstellen, zugewanderten Fachkräften einen
Paten bzw. Mentor zur Seite zu stellen. 73 Prozent würden
Unterstützung bei der Wohnungssuche anbieten. Für 70 Prozent sind
Sprachkurse und für 66 Prozent sind interkulturelle Trainings für
die Zuwanderer denkbar. Insgesamt erwägen 56 Prozent die gezielte
Rekrutierung von Fachkräften aus dem Ausland.
Eine Leistung der Deutsche Gesellschaft für Personalführung e.V.
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