DGFP Pressemitteilungen

25.11.2016

DGFP // lab 2016: Raum für Ideen, mehr Mut zu Fehlern und der Sinn von Pizza

Über drei Stockwerke war Platz zum Inspirieren lassen, Vernetzen und Ausprobieren: Das DGFP // lab 2016 hatte ins KühlhausBerlin eingeladen und forderte an zwei Tagen die volle Kreativität der Teilnehmerinnen und Teilnehmer heraus. Unter dem Motto „Prototyping HR“ wurden in diesem Jahr konkrete Ideen für das Personalmanagement von morgen entwickelt.

Berlin, 24.11.2016. Wie kann HR in einer digitalen Welt aussehen? Was heißt es, wenn künftig Algorithmen bei Entscheidungen mitreden? Und was hat eine Pizzabestellung mit HR von morgen zu tun? Diese und weitere Fragen beschäftigten die über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem DGFP // lab am 21. und 22. November 2016. Experimentelle Formate und Design-Thinking-Methoden sind dabei das Markenzeichen des Events, das die Deutsche Gesellschaft für Personalführung e.V. (DGFP) vor drei Jahren ins Leben rief.


Im KühlhausBerlin, einem alten Industriekomplex am U-Bahnhof Gleisdreieck, kamen während der beiden Labortage zunächst zahlreiche Impulsgeber zu Wort. So erklärte Prof. Dr. Michael Kornberger (Copenhagen Business School), warum Unternehmen wie Lego auf Kompetenzen und Inspiration auch außerhalb der Unternehmensgrenzen setzen. Dr. Nico Rose (Bertelsmann) erläuterte, weshalb positive Emotionen messbar erfolgsentscheidend sind. Und der dreifache Olympiasieger Dr. Michael Groß (Groß & Cie. GmbH) betonte, dass es neben Talent immer auch auf Wissen und Willen ankommt sowie auf die unbedingte Bereitschaft, sich kontinuierlich zu verbessern. Mit Out-of-the-box-Perspektiven überzeugten aber auch agile Vorreiter aus der Unternehmenspraxis. Ihre Ideen und Erfahrungen teilten unter anderem IBM, Phoenix Contact, DB Vertrieb, HRForecast, hellofresh und mytaxi.


In erster Linie waren beim DGFP // lab jedoch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst gefragt. Mit der Unterstützung passionierter Agile Ambassadors entwickelten sie in 14 Entwicklerteams konkrete HR-Prototypen. Alle Gruppen – von WeeXtreMe bis zum A-Team – präsentierten diese anschließend in größerer Runde. Die Ideen stießen beim Publikum auf einhellige Begeisterung: So ging es unter anderem um eine bessere Fehlerkultur mit Hilfe der Verleihung goldener Mistgabeln oder einer Fehler-Olympiade. Zur Förderung von Erfindergeist und Innovationen wurden entsprechende Apps („Ideen-Tinder“) vorgestellt. Aber auch Partizipation und Führung waren Thema: So machte das Crazy Pizza Team sehr anschaulich klar, dass zu einer ordentlichen Pizza nicht nur Käse und Tomaten gehören. Erst aus dem Zusammenspiel verschiedener Teile (Abteilungen, Personen etc.) ergibt sich etwas sinnvolles Ganzes.


Katharina Heuer, Vorsitzende der DGFP-Geschäftsführung, ist angesichts der vielen unterschiedlichen Prototypen begeistert. „Die Transformation eines Unternehmens beginnt in den Köpfen der Mitarbeiter. HR steht hier vor einer besonderen Herausforderung: Wir müssen uns selbst an die Spitze der Bewegung setzen. Nur wenn wir selbst agil und digital sind, nimmt man uns die Rolle des Treibers und Transformationsmanagers ab. Die auf dem DGFP // lab entwickelten Ideen zeigen einerseits, dass es keine Standardlösungen für die Herausforderungen einer agilen und digitalen Welt gibt. Zum anderen sehen wir, dass sich HR längst auf die Reise begeben hat und an vielen Stellen Vorreiter ist.“


Dabei ginge es insbesondere um das Ermutigen und Erproben einer neuen Kultur. „Das verbindet auch viele der HR-Prototypen. Eine solche Kultur beinhaltet unter anderem tatsächlich gelebte Kooperation und ein stärkeres Wir-Gefühl in Unternehmen. Sie erfordert einen veränderten Umgang mit Fehlern sowie die Möglichkeit, eigene Ideen im Team voranzutreiben und umzusetzen. Als HR können und müssen wir in diesem Kulturwandel eine sehr aktive Rolle einnehmen“, so Heuer weiter.


Eine aktive Rolle spielen auch die Finalisten des HR Next Generation Awards in ihren jeweiligen Unternehmen. Die Verleihung des Preises war einer der Höhepunkte am Abend des ersten Tages. Dr. Sina Fäckeler (AXA Konzern AG), Marcel Rütten (Kindernothilfe e.V.), Nadja Mütterlein (Robert Bosch GmbH) und Manuel Fischer (Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH) stellten ihre Ideen und Projekte dem Publikum des DGFP // lab vor, die anschließend per Live-Voting abstimmten. In diesem Jahr ging der HR Next Generation Award schließlich an Nadja Mütterlein, die sich unter anderem mit der überzeugenden Vorstellung ihres Start-Ups „Remote Talents“ den Sieg sicherte.


Auch im kommenden Jahr lädt das DGFP // lab wieder alle HR-Begeisterten nach Berlin ein. Als Termin sollte man sich den 14./15. November 2017 vormerken.


Weitere Informationen finden Sie unter lab.dgfp.de. Unter lab.dgfp.de/impressionen-ergebnisse/ steht auch eine Bildauswahl bereit. Bei allen Rückfragen sind wir jederzeit gern für Sie da.

Eine Leistung der Deutsche Gesellschaft für Personalführung e.V.