Die in der Befragung untersuchten Change-Prozesse sind vorwiegend
strategisch oder organisatorisch motiviert und zielen in der Mehrheit
darauf, die Markt- und Kundenorientierung zu erhöhen, Kosten zu senken
oder Prozesse und Abläufe effizienter zu gestalten.
Nach Einschätzung der Mehrheit der Befragten haben Change-Prozesse
Projektcharakter, sind zielorientiert, langfristig angelegt, intern
motiviert und terminiert.
Kommunikation spielt eine entscheidende Rolle bei
Veränderungsprozessen als Instrument, als Erfolgsfaktor und als
Kompetenz von Personalmanagern, die in Veränderungsprozesse involviert
sind.
Die im untersuchten Change-Prozess aufgetretene Schwierigkeit, die
am häufigsten genannt wurde, waren Interessens- bzw. Zielkonflikte der
Beteiligten.
Die am häufigsten besetzte Rolle des Personalbereichs ist in den
untersuchten Prozessen die des Personalexperten, d.h. desjenigen, der
die Anpassung des personalwirtschaftlichen Instrumentariums
sicherstellt.
Wurde ein externer Berater hinzugezogen, zeigt sich die Mehrheit der
Befragten zufrieden mit dessen Leistung. Die Aufgaben des externen
Beraters waren hauptsächlich die fachliche Unterstützung im Prozess.
Eine vollständige, systematische Evaluation des Change-Prozesses hat
in nur einem geringen Anteil der Prozesse stattgefunden. Auch zeigt
sich, dass in weniger als der Hälfte der Projekte im Vorfeld
Evaluationskriterien festgelegt wurden.
Als Faktoren für den erfolgreichen Prozessabschluss wurden
zahlreiche Aspekte von Veränderungsprozessen genannt, die sich zu
folgenden Punkten zusammenfassen lassen:
- Projektmanagement
- Umsetzung/Prozessgestaltung
- Mitarbeiter und Motivation
- Einbindung und Zusammenarbeit
- Kommunikation
- Führung und Management
- Promotoren
- Rolle HR
- professioneller externer Berater
PraxisPapier 1/2010 - DGFP Studie: Change-Management