Für 2011 stehen Inhouse-Seminare ganz oben auf der Hitliste der Weiterbildungsformate: Mehr als drei Viertel der befragten Personalmanager gehen davon aus, dass sie für ihr Unternehmen im kommenden Jahr sehr häufig oder häufig Inhouse-Veranstaltungen in Anspruch nehmen werden.
Und ein weiterer Trend lässt sich erkennen: Klassische Präsenzveranstaltungen sind beliebter als Online-Seminare oder Blended Learning. Präsenzveranstaltungen werden 2011 in zwei von drei Unternehmen an der Tagesordnung sein; Online-Seminare werden nur in 14 Prozent der Unternehmen, Blended-Learning-Konzepte sogar lediglich in 8 Prozent der Unternehmen sehr häufig oder häufig Anwendung finden.
Eine vorsichtige Tendenz zeigt sich hinsichtlich des Zeitaufwandes der unterschiedlichen Weiterbildungsformate: Angebote, die weniger Zeit beanspruchen (Kurzseminare), sind etwas beliebter als Konferenzen und Tagungen, die wiederum noch etwas häufiger gewählt werden als mehrteilige Lehr- und Ausbildungsgänge.
Wenn man den Zusammenhang zwischen der Wahl der Weiterbildungsformate und der Unternehmensgröße analysiert, fällt auf, dass Inhouse-Seminare, Präsenzveranstaltungen, aber auch Online-Seminare in größeren Unternehmen tendenziell häufiger in Anspruch genommen werden als in kleineren Unternehmen.
Die Häufigkeit der Durchführung von Inhouse-Seminaren hängt außerdem mit der Branche zusammen: In Produktionsunternehmen werden Inhouse-Veranstaltungen 2011 häufiger stattfinden als in Dienstleistungsunternehmen.
Schließlich steht die Wahl des Weiterbildungsformates auch in Zusammenhang mit der Entwicklung des Weiterbildungsbudgets: In Unternehmen, in denen die zur Verfügung stehenden Mittel für Weiter-bildung rückläufig sind, kommen Inhouse-Seminare und Präsenzveranstaltungen seltener zum Einsatz. Gleiches gilt überraschenderweise für „Mitarbeiter schulen Mitarbeiter“-Konzepte, die relativ kostengünstig sind. Online-Seminare werden hingegen in Unternehmen, deren Weiterbildungsbudget gekürzt wurde, häufiger in Anspruch genommen als in anderen Unternehmen.