Seit der konstruktivistischen Wende verstehen wir Wissen als Ergebnis einer aktiven Konstruktion von Konzepten. Der Abschied vom griffigen Sender-Empfänger-Modell und von der Datenbank-Metapher im Wissensmanagement hat zu einer gesteigerten Aufmerksamkeit für Kommunikation und Interaktion geführt. Wie also könnte die flüchtige Ressource Wissen überhaupt ‚gemanagt‘ und vermittelt werden? Unsere Autoren im Schwerpunkt der nächsten Ausgabe berichten über die Dokumentation und Vermittlung von Erfahrungen in einem unternehmensinternen Wiki, über Prozesse des Wissensmanagements in komplexen Projekten und Chancen und Schwierigkeiten des Wissenstransfers zwischen den Generationen. Außerdem fragen wir nach den Besonderheiten der Führung von Wissensarbeitern.
Exklusiv in dieser Ausgabe: Topmanager von morgen
Brisante Zahlen birgt die aktuelle Studie von Sonja Bischoff über die Situation von Führungskräften im mittleren Management der deutschen Wirtschaft. 2008 wurden zum fünften Mal nach 1986, 1991, 1998 und 2003 die Aufstiegschancen, Vergütung, Zufriedenheit und Führungsverhalten von Frauen und Männern untersucht und dabei erneut deutliche Einkommensunterscheide zulasten der Frauen festgestellt. Die vollständigen Ergebnisse werden demnächst als Buch in der Schriftenreihe der DGFP e.V. veröffentlicht.