Durchstarter: Nachgefragt bei Gradar

Modernes Human Capital Management

Wer seid Ihr und was macht Ihr?

Wir sind das Kernteam hinter www.gradar.com, einer Lösung für die Entwicklung und Verwaltung von Stellenarchitekturen, die wir 2015 auf den Markt gebracht haben. Somit sind wir heute, fünf Jahre später, eher Scale-Up denn Start-Up. 

Mit gradar haben wir ein traditionelles Beratungsgeschäft in ein Software as a Service Produktgeschäft gewandelt.

Gradar ist die zentrale Anlaufstelle für alle stellenbezogenen Daten in einer Organisation. Unsere einfach zu bedienende Stellenbewertung bildet die Grundlage für Vergütungsstrukturen und Talent Management Prozesse.

Auf welchen konkreten Bedarf bestehender und potenzieller Kunden reagiert Ihr mit Eurem Angebot?

In der Vergangenheit war für die Bewertung von Stellen, hochwertige Kompetenzmodelle und fortgeschrittenes Vergütungsmanagement teures Expertenwissen erforderlich. Dieses Wissen haben wir in ein standardisiertes Produkt gegossen, das ab 1.250 € p.a. genutzt und weitgehend an die Kundenwünsche angepasst werden kann. Mit unserem Produkt sprechen wir sowohl KMU als auch Mittelständler und Großunternehmen an. 

KMU haben mit gradar Zugriff auf ein System und das Wissen, das bislang spezialisierten Mitarbeitern in Großunternehmen vorbehalten war. Mittelständische Anwender schätzen die Internationalität des Systems und die zahlreichen Anpassungsmöglichkeiten. Und für Großunternehmen ist gradar häufig der bessere Deal als mit einem der veralteten, proprietären Systeme weiter zu arbeiten. In dieser Anwendergruppe sehen wir daher viele zufriedene Grading-System-Wechsler.

Was ist Euer USP?

Wir sind ein Produktanbieter, kein Beratungshaus. Genau wie SuccessFactors oder Workday arbeiten wir international mit Implementierungspartnern zusammen, die unsere Anwender bei Bedarf unterstützen können. Wir sprechen daher von einem disruptiven Geschäftsmodell.

Darüber hinaus ist die Kombination von Funktionalitäten und die Usability von gradar einzigartig. Mit der Stellenbewertung im Kern, der automatischen Anzeige von stellenbezogenen Kompetenzen mit skalierten Verhaltensankern, der Abbildung von internen Gehaltsstrukturen und der Verwaltung und Analyse von Drittanbieter-Marktdaten sind wir inhaltlich und in einem Kosten-Nutzen-Vergleich international führend.

Von welchen Entwicklungen geht Ihr für die kommenden drei Jahre in Eurem Marktsegment aus und welche Ziele verfolgt Ihr angesichts dieser Prognose?

Das Marktsegment des Human Capital Consulting wird im Bereich Vergütungsberatung von vier großen angelsächsischen Anbietern dominiert, AON, KornFerry, Mercer und Willis Towers Watson. Darüber hinaus gibt es größere lokale Anbieter wie hkp//, Kienbaum und Lurse sowie eine Vielzahl an Boutique-Consultants.

Wir sehen zwei Trends, Konsolidierung und Produktgeschäft. KornFerry hat vor einigen Jahren die Hay Group übernommen, Towers Watson ist mit Willis verschmolzen und es wird über einen Zusammenschluss mit AON spekuliert. Treiber dieser Merger ist aber immer das international bAV- und Versicherungsgeschäft. Der Anteil des HCM Consultings ist klein und insb. bei den vier Großen nicht besonders profitabel, was neuerdings durch aberwitzige Tagessätze kompensiert werden soll.

Im Produktgeschäft haben die Anbieter zwei Möglichkeiten build oder implement, Mercer möchte beispielsweise durch die Übernahme von Promerit mehr produktnahes HR-Consulting anbieten. Andere versuchen eigene Produkte zu entwickeln, die sie allerdings naturgemäß nicht zu einem angemessenen Preis oder mit einer Start-Up-üblichen Geschwindigkeit auf den Markt bringen können.

Wir möchten mit gradar unabhängig bleiben und weiterhin besser, schneller und günstiger den Bedürfnissen unserer Anwender gerecht werden.

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