Durchstarter: Nachgefragt bei WisR

Der digitale Talente-Marktplatz für Senior-Experten im und vor dem Ruhestand

Jede 2. Person im offiziellen Rentenalter möchte aktiv weiterarbeiten. Das Startup WisR, welches in Berlin und Wien ansässig ist, bildet das fehlende Teilstück zwischen inspirierenden, älteren Menschen und zukuntfsorientierten Firmen, die kein Alterslimit kennen. Ihr Ziel ist es durch das Potenzial älterer Menschen und die Inklusion in Innovationsprojekte, die Lücke zwischen Generationen zu schließen, den Wissenstransfer zu fördern und die längst überholten Altersbilder neu zu formen.

Wer seid ihr und was macht ihr?

WISR Wir sind WisR (sprich „weiser") und wir arbeiten an einer Welt, in der das Altern als das Sammeln wertvoller Erfahrungen gesehen wird, Generationen voneinander lernen und die Lust, persönliche Expertise zu teilen, bis ins hohe Alter erhalten bleibt. Das tun wir auf zwei Wegen: Einerseits mit einer Jobplattform für Menschen im Ruhestand. Mehr als 650 Unternehmen setzen mit uns auf Senior Talents und mehr als 7.000 Menschen suchen hier passende Job- und Projektangebote. Andererseits bieten wir eine Lösung für ein internes Expertinnen- und Experten-Netzwerk an, das Unternehmen dabei unterstützt implizites Wissen vor dem Austritt von MitarbeiterInnen (Ruhestand, Elternzeit, Fluktuation) zu sichern. So können junggebliebene Senior-Experten weiterhin ihre Kompetenzen einsetzen, sich mit Gleichgesinnten austauschen, gleichzeitig erhalten sie Wertschätzung. Unternehmen sichern so geschäftsrelevantes Unternehmenswissen, bringen Jung und Alt für Fragen oder Mentorings zusammen und bauen so einen Expertenpool für Spezialprojekte und lebendigen Knowledge-Transfer auf.

Auf welchen konkreten Bedarf bestehender und potenzieller Kunden reagiert ihr mit eurem Angebot?

WISR Jüngere Menschen wünschen sich Unterstützung im Onboarding, regelmäßiges Feedback und Interaktion mit Senior-Experten, aber auch anonyme Hilfestellung von Kolleginnen und Kollegen sowie eine inklusive und transparente Kultur. Experten wiederum möchten weiterhin ihr Wissen weitergeben und Lebenserfahrungen teilen, sich inkludiert und wertgeschätzt fühlen und von ihren jüngeren Kollegen lernen. Unternehmen profitieren von einer einfacheren Einarbeitung ihrer Mitarbeitenden, der Weitergabe von implizitem, nicht dokumentierten Informationen, der Identifikation von Wissensträgern und ihren Kompetenzen und nicht zuletzt von der Einsparung von Zeit und Ressourcen. All das wandeln wir in ein positives Erlebnis in der Employee Journey um und schaffen somit eine Win-Win-Win-Situation. Wir haben eine strukturierte und wertschätzende Art entwickelt, das zu tun. Wir erleichtern Unternehmen sowohl die operative als auch strategische Planung, in dem wir auf folgende dringliche Fragen Antworten finden:

  • Wie viele Mitarbeiterinnen gehen in den kommenden Jahren in den Ruhestand?
  • Wann und wie startet deren Offboarding und welche Stellen sind dann nachzubesetzen?  
  • Welche Kompetenzen wandern ab, welches Wissen sollte mit anderen geteilt werden und mit welchen Methoden? Wo entstehen strukturelle Wissenslücken?
  • Wie werden aus ehemaligen Mitarbeitern Markenbotschafter, die die Arbeitgeberattraktivität steigern?

Was ist Euer USP?

WISR Auf Unternehmensebene stellen wir durch wertschätzende Kultur sicher, dass die Expertinnen und Experten durch ihre Einbindung schnell zu erreichen und direkt für Fragen verfügbar sind. Unsere Lösung ist dank Software-As-A-Service und Prozessbegleitung zudem sofort einsetzbar. Damit möchten wir IT- und HR-Abteilungen entlasten. Mit unserer Mission bewirken wir zusätzlich einen positiven Impact im Bereich des Fachkräftemangels, des Demografiewandels und des Arbeitens im Alter. Unser USP besteht also daher darin, Wissenstransfer frühzeitig zu sichern und Generationenzusammenarbeit zu erleichtern –spielerisch, wertschätzend und inklusiv.

Von welchen Entwicklungen geht ihr für die kommenden drei Jahre in Eurem Marktsegment aus und welche Ziele verfolgt ihr angesichts dieser Prognose?

WISR Wir wissen, dass sich der Fachkräftemangel weiterhin verschärfen wird. Auch sehen wir einen immer stärkeren Trend zum mobilen Arbeiten. Homeoffice wird sich, vor allem für Wissensarbeiter, über weite Strecken etablieren. Führungskräfte müssen daher Methoden finden, Remote-Zusammenarbeit zu erleichtern und Mitarbeitende zu befähigen, an relevante Informationen zu kommen und selbstständig zu lernen. Aus dieser Entwicklung heraus wollen wir das Nummer eins Tool sein, das hier greift. Nämlich eines, das den Wissenstransfer erleichtert, niederschwellige Vernetzung ermöglicht, Abteilungs- und Gedankensilos abbaut und passgenaues Know-how dann zur Verfügung stellt, wenn es gebraucht wird.

Vielen Dank für das Gespräch!

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