Integrationsgesetz stärkt Jobperspektiven für Flüchtlinge – Deutsche Gesellschaft für Personalführung (DGFP) begrüßt Entwurf des Bundeskabinetts

Die Deutsche Gesellschaft für Personalführung e.V. (DGFP) begrüßt den vom Bundeskabinett auf seiner Klausurtagung in Meseberg beschlossenen Entwurf zum Integrationsgesetz. Das Gesetz werde aus Sicht DGFP den Zugang zu Job- und Aus- bildungsmöglichkeiten für Flüchtlinge erheblich erleichtern. Mit Blick auf den steigenden Fachkräftebedarf beurteilt die DGFP auch die weiteren Überlegungen zu einem Einwanderungsgesetz positiv. Gefragt sei künftig darüber hinaus ein flexiblerer Umgang mit beruflichen Qualifikationen auf allen Ebenen.

Frankfurt am Main, 27.05.2016. Das vom Kabinett verabschiedete Integrationsgesetz stößt auf grundsätzlich positive Resonanz bei der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP) – auch wenn es in einigen Bereichen aus Sicht der Personalexperten nicht weit genug geht. Begrüßt werden insbesondere die Erleichterungen bei den Themen Vorrangprüfung, Zugang zu Zeitarbeit sowie Aufenthaltsstatus während und nach der Berufsausbildung. Auch die Förderung eines frühzeitigen Spracherwerbs ist positiv zu bewerten. Angesichts der an vielen Stellen nach wie vor hohen bürokratischen Hürden bleibe jedoch abzuwarten, ob und wie sich diese Anpassungen in der Praxis bewähren werden.

„Der schnellste Weg, Flüchtlinge und Migranten zu integrieren, ist und bleibt ein eigener Job“ betont DGFP-Geschäftsführerin Katharina Heuer. „Daher sollten wir alles daran setzen, hier weitere Hürden abzubauen. Das Integrationsgesetz ist ein richtiger Schritt in diese Richtung. Dennoch: Wünschenswert und auch unbürokratischer wäre es, künftig den Prozess der Vorrangprüfung und Prüfung auf Gleichwertigkeit für alle Seiten noch weiter zu vereinfachen“. „Angesichts des steigenden Fachkräftebedarfs gibt es darüber hinaus aber noch weitergehenden Handlungsbedarf. Dazu zählt beispielsweise die Flexibilisierung unseres bislang sehr starren Berufsausbildungs- und Qualifikationssystems. Hier sind Politik, Verbände und Unternehmen gleichermaßen gefragt“, so Heuer weiter.

Die DGFP unterstützt darüber hinaus auch die weiteren Überlegungen zu einem Einwanderungsgesetz. Notwendig seien Regelungen, welche die Zuwanderung von Fachkräften unabhängig vom Asylverfahren im Blick hätten.

Für Rückfragen und Interviewwünsche stehen wir gern zur Verfügung.

Kontakt: presse@dgfp.de 069 – 713 785 100 

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