Journalistenrunde 2021

Journalisten Talk in digitaler Runde

New Normal ist Realität geworden
Am 8. Dezember 2021 trafen sich Cliff Lehnen, Reiner Straub und Jan C. Weilbacher beim DGFP // Journalisten Talk in digitaler Runde, um mit rund 50 Teilnehmenden die wichtigsten Fragen, die die HR-Welt nach zwei Jahren Pandemie beschäftigen, zu diskutieren. Konsens: Das Jahr 2021 war „normaler“ als das erste Jahr der Pandemie. Neue Arbeitsmodelle, zum Beispiel Homeoffice, sind Alltag geworden. 

Hat die HR-Welt den digitalen Wandel für sich genutzt?
Diese Frage sorgte für Dissens. Die HR-Branche habe den Anschluss verpasst, so der Vorwurf. Viele Vertreter des HR-Managements hätten zu wenig aus 2020 gelernt und seien „nur mitgeschwommen“. Es fehle an nachhaltigen Maßnahmen; man habe versäumt, sich für die Pandemie zu rüsten; wenigen Unternehmen sei es gelungen, ein Zusammenspiel von Führung und HR-Management als „Brückenbauer“ zu etablieren. Einig war sich die Runde darüber, dass es nicht genüge, den Frauenanteil in HR-Positionen zu erhöhen, um damit den Diversity-Gedanken zu unterstreichen oder einen Wandel in der Unternehmenskultur einzuleiten. Es komme eher auf die Wirksamkeit von Maßnahmen an, denn die Anforderungen an Unternehmen hätten sich verändert. So würden verstärkt Authentizität und Gestaltungsfreiheit von der neuen HR-Generation eingefordert.

„New Normal ist von gestern“
„New Normal“ sei Alltag und Realität im Arbeitsleben, so der Tenor. Es gebe zwar Unternehmen, die an alten Strukturen festhielten, jedoch sei hier das HR-Management gefragt, Veränderungen einzuleiten. Ob dafür eine Umbenennung von HR zu People & Organisation reicht, bleibt fraglich. Jedoch teilten nicht alle die Meinung, dass HR als Begriff eine „Vollkatastrophe“ sei. Feststehe, so die Meinung der Diskutanten, dass HR-Vertreter mehr Selbstbewusstsein bräuchten und eigenständiger arbeiten müssten. Einig waren sich die Teilnehmenden, dass das HR-Management selbst Verantwortung dafür trage, experimentierfreudiger und autonomer zu werden, um langfristig Einfluss auf Transformation und Unternehmenskultur nehmen zu können.

Transformation in der Medienwelt
Fachjournalismus werde es immer geben, das Medium sei dabei zweitrangig, so die einhellige Meinung der Teilnehmenden. Social Media werde weiter an Bedeutung gewinnen und sei eine gute Ergänzung, jedoch bleibe Print für große und breite Themen das Medium der Stunde. 

Abschließendes Fazit der Diskutanten war, dass es eine neue Denkkultur in der Arbeitswelt und im Miteinander geben müsse. Flexibilität, Lernwilligkeit und agiles Führungsmanagement würden immer wichtiger, um der Transformation standzuhalten. 

Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen Auf Xing teilen RSS-Feed abonnieren E-Mail Telefon