Warum Agilität & Achtsamkeit unbedingt zusammengehören

Achtsamkeit und Agilität – zwei Themen, die gerade Hochkonjunktur haben. Und das nicht zufällig! Denn tatsächlich kann Achtsamkeit auch als Grundlage für Agilität betrachtet werden und umgekehrt agile Methoden als Praktiken der Achtsamkeit beleuchtet werden. Drei Argumente, die diese These untermauern.

Erstens: Agile Methoden setzen auf Präsenz und Fokus. Das Framework Scrum ist z.B. für Teams gedacht, die gemeinsam in einem Büro oder zumindest unmittelbarer Nähe sitzen. Aber nicht nur räumliche Präsenz spielt eine Rolle, sondern auch zeitliche. Zu den wichtigen Elementen agiler Methoden gehören vordefinierte Meetings, in denen nur bestimmte Themen besprochen werden – auch hier geht es also um Präsenz und Fokus auf bestimmte Themen und Punkte, während andere ausgelagert werden.

 

Zweitens: Agile Methoden benötigen Reflexion und verstärken sie. Quasi alle agilen Methoden arbeiten mit Timeboxes, also fest definierten Zeiteinheiten, die nicht überschritten werden. Das sorgt auch dafür, dass der einzelne Mitarbeiter sehr genau reflektiert: wie viel Zeit braucht welche Aufgabe? Was kann ich realistischerweise schaffen – und was nicht? Estimation, also Schätzung, ist ein wesentliches Element von Agilität. Dabei belohnt das System gute Selbsteinschätzungen und sorgt dafür, dass das Team (und auch das einzelne Teammitglied) nicht mehr macht, als es leisten kann. Zumindest in der Theorie.

 

Drittens: Agile Methoden leben von der Iteration und dem ständigen Anpassen an neue Situationen. Das macht sie in einer sich schnell verändernden Arbeitswelt so erfolgreich. Das ständige Hinterfragen des Status Quo und ob man noch auf dem richtigen Weg ist, ist auch ein Teil von Achtsamkeit. Gleichzeitig bewahrt das starre Korsett der agilen Frameworks, das man – angesichts Unsicherheit und Geschwindigkeit – handlungsunfähig wird. In der Routine liegt die Kraft.

 

Eine Deep Dive in das Thema erwartet das Young Professional Network beim Breakfast Call am 30.9. mit Angela Müller. Zur Anmeldung geht es hier: https://www.dgfp.de/austausch/ypn/formular/

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