HR-Kostenstudie 2025
Was HR die Unternehmen kostet
Wie entwickeln sich HR-Kosten in wirtschaftlich angespannten Zeiten? Wo liegen die größten Kostentreiber – und welche Rolle spielen Produktivität, Technologie und Organisation? Antworten auf diese Fragen liefert die HR-Kostenstudie 2025, die die Deutsche Gesellschaft für Personalführung e. V. (DGFP) gemeinsam mit der Managementberatung Kienbaum veröffentlicht. Die Ergebnisse liefern wertvolle Einblicke in die aktuellen Ausgabenmuster und Effizienzpotenziale im Personalwesen.
Ziel der Studie ist es, einen Überblick über die Kostenstrukturen und -entwicklungen in der HR-Funktion überwiegend größerer Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland zu geben.
Die HR-Funktion stellt in den teilnehmenden Unternehmen eine eigenständige Kosten- und Organisationsgröße dar, die sowohl personell als auch finanziell differenziert gesteuert wird. Die erhobenen Daten zeigen, dass HR-Leistungen in einem hybriden Erbringungsmodell organisiert sind, in dem interne Kapazitäten durch externe Dienstleistungen ergänzt werden. Die Erhebung der Kosten erfolgt aufgeteilt nach unterschiedlichen Referenzpunkten (u.a. HR-Themen), um eine möglichst breite Differenzierung der HR-Kostenstrukturen zu ermöglichen.
Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick:
- HR-Kosten bleiben stabil – trotz Kostendruck: Der Anteil der HR-Kosten an den gesamten Unternehmenskosten bleibt weitgehend konstant. Kostendämpfende Effekte durch Transformationen sind bislang kaum erkennbar.
- HR bleibt eine personalintensive Funktion: Der größte Teil der HR-Kosten entfällt weiterhin auf Personalvollkosten. Produktivität wird vor allem über zusätzliche Kapazitäten abgesichert, weniger über strukturelle Effizienzhebel.
- Transformation verändert Abläufe, nicht automatisch Kosten: Prozessoptimierungen, Zentralisierung und Technologieeinsatz verbessern zwar die Arbeitsweise, führen aber selten zu einer spürbaren Reduktion von HR-Kosten.
- Operative HR-Arbeit bindet den Kostenkern: Laufende HR-Operations stellen den größten Kostenblock dar. Gestaltende und strategische Themen wie Workforce Planning oder Organisationsentwicklung sind vergleichsweise geringer finanziert.
- HR-IT sichert den Betrieb – KI bleibt untergenutzt: Investitionen in HR-Technologie konzentrieren sich überwiegend auf transaktionale Kernprozesse. Das Potenzial von KI zur Produktivitätssteigerung wird bislang nur punktuell ausgeschöpft.
- Ausblick 2026: Effizienz erwartet, Kostenwirkung offen: Viele Unternehmen rechnen mit stabilen oder steigenden HR-Kosten. Effizienz soll vor allem über Prozesse, HR-Tech und Automatisierung entstehen – ohne dass Kapazitätsabbau klar adressiert wird.
- Potenziale für Effizienzsteigerung: Es besteht erhebliches Potenzial, die Effizienz im HR-Bereich zu steigern, ohne notwendige Investitionen in Mitarbeiterqualifikation und -bindung zu vernachlässigen.
Die Ergebnisse basieren auf Angaben von rund 200 teilnehmenden Organisationen und beziehen sich primär auf die Jahre 2024 und 2025 sowie auf Planungsaussagen für das Jahr 2026.
Pressemitteilung zur Veröffentlichung der Studie Zurück zu "Publikationen"