Februar 2026

Das „Feeling“ eines Jobstandorts entscheidet darüber, ob Talente sich wohlfühlen und langfristig bleiben. Während sich das klassische Talentmanagement vor allem die logistischen Fragen „Wer arbeitet wo und was kostet er?“ beantwortet, legt strategisches Kompetenzmanagement den Fokus darauf, welche Fähigkeiten in der Organisation entstehen und wie diese strategische Ziele ermöglichen.

Entscheidend ist heute nicht mehr nur, Talente zu finden oder zu entwickeln, sondern Ökosysteme zu schaffen, in denen die benötigten Kompetenzen entstehen können. In einem stabilen Biotop wachsen Menschen mit vielfältigen Begabungen miteinander und aneinander zusammen. Nicht wer wo arbeitet, entscheidet über strategischen Erfolg, sondern welche Kompetenzen an einem Standort überhaupt entstehen.

Das Modell des „Talent Ecosystem Stewardship“ zeigt, wie Unternehmen – und insbesondere die HR-Funktion – durch Freiräume, Selbstwirksamkeit und externe Lernquellen Kollaboration und nachhaltige Kompetenzentwicklung fördern. Talente müssen nicht kleinschrittig gesteuert werden; man kann sie auch machen lassen. So wird aus Talentmanagement ein Talent-Ökosystem, das die (globale) Zusammenarbeit höchst unterschiedlicher Organismen unterstützt.

Praxisbeispiele zeigen, wie Unternehmen Talente neu orchestrieren und so eine neue Form der Zusammenarbeit ermöglichen.

Die Schwerpunkte dieser Ausgabe:

  • Talent Ecosystem Stewardship: Eine Frage des Standorts
  • Steuerung per Dashboard: Digitales Talentmanagement als Erfolgsfaktor (bei Phoenix)
  • Zukunftskompetenzen entwickeln: Lernen durch Peer-Learning
  • Globale Talent-Pipeline: Wie T-Systems ein Netzwerk für Entwicklung schafft

Herausgeberinterview: Katy Roewer, Personalvorständin der Otto Group, spricht über die neue Performance-Kultur im Digitalkonzern, die Leistung als umfassende Kulturarbeit versteht, die Agilität, crossfunktionale Zusammenarbeit und unternehmerisches Denken weiterentwickelt.

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