Positive Leistungskultur: DGFP veröffentlicht erstes Impulspapier aus dem Think Tank
Berlin, 29.01.2026 – Die Deutsche Gesellschaft für Personalführung veröffentlicht mit dem Impulspapier „Positive Leistungskultur“ die ersten Ergebnisse aus der Arbeit des 2025 im Rahmen der Initiative „HRM der Zukunft“ gegründeten DGFP HR-Think Tanks. Das Papier wurde von der Think Tank-Teilgruppe „Positive Leistungskultur“ erarbeitet.
Menschen wollen leisten und wirksam zum Gesamterfolg beitragen. Unternehmen haben Anspruch auf diese Leistungsbereitschaft. Eine positive Leistungskultur ist die Chance, gemeinsam zum Winning Team zu werden. Diese Annahmen trifft der DGFP-Think Tank "HRM der Zukunft" in seinem ersten Impulspapier zum Thema Positive Leistungskultur.
In einer Zeit, in der Deutschland als Wirtschaftsstandort vor großen Herausforderungen steht, bieten die Ergebnisse des Think Tanks konkrete Ansätze, wie Unternehmen ihre Leistungsfähigkeit steigern können. Die Autoren vertreten einen ausgewogenen Ansatz, der sowohl unternehmerische Ziele als auch die Bedürfnisse der Mitarbeitenden in den Blick nimmt.
„Deutschland steht wirtschaftlich unter spürbarem Druck, gleichzeitig wird die Frage nach Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit kontrovers diskutiert. Als DGFP wollen wir dazu einen sachlichen, praxisnahen Beitrag leisten – jenseits von Schlagworten und Polarisierung. Mit dem Think Tank veröffentlichen wir jetzt erste Ergebnisse, die Führung und HR dabei unterstützen, Leistung in Organisationen wieder positiv zu rahmen und wirksam zu verankern“ ordnet DGFP-Geschäftsführer Ralf Steuer die vorgelegten Ergebnisse ein.
Drei Leitthesen für eine positive Leistungskultur
Susanne Blüml, Leiterin der DGFP-Initiative HRM der Zukunft und Mitglied des Think Tanks zur gedanklichen Basis der Ergebnisse: „Das Think Tank-Papier basiert auf der Überzeugung, dass Menschen leisten wollen und wirksam zum Gesamterfolg beitragen möchten – und dass Unternehmen Anspruch auf diese Leistungsbereitschaft haben. Eine positive Leistungskultur wird dabei als Chance verstanden, Organisationen als „Winning Team“ erfolgreich zu machen.“
Der DGFP HR Think Tank formuliert drei Leitthesen:
1. Leistung braucht Sichtbarkeit und Resonanz
Menschen wollen erleben, dass ihr Beitrag gesehen wird und Bedeutung hat. In einer positiven Leistungskultur ist Leistung sichtbar, ohne laut zu sein: Gute Arbeit fällt auf, weil sie Wirkung zeigt – nicht, weil sie sich inszeniert. Feedback ist selbstverständlich, ehrlich und respektvoll, und Wertschätzung gilt nicht nur der „Vorderbühne“, sondern auch der zweiten Reihe.
2. Leistung zeigt sich durch Ergebnisse
Leistungsbereitschaft wird nur dann wirksam, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Ergebnisorientierung bedeutet dabei nicht „Zahlen um jeden Preis“, sondern klare Ziele, die sinnvoll und anschlussfähig sind – inklusive eines gemeinsamen Verständnisses, warum etwas wichtig ist. Ergebnisse werden im Zusammenhang betrachtet: Wirkung für das Ganze zählt, nicht nur die Erfüllung einzelner Kennzahlen.
3. Leistung braucht gemeinsame Erfolge
Erfolg entsteht selten allein. Eine positive Leistungskultur stärkt deshalb das „Wir“: Erfolge werden geteilt und Zusammenarbeit wird so gestaltet, dass gegenseitige Unterstützung spürbar ist. Einzelne Talente sind willkommen – aber das Zusammenspiel ist wichtiger als Heldentum.
Ein zentrales Anliegen des Impulspapiers ist es, Leistung nicht auf individuelles Verhalten zu verkürzen. Positive Leistungskultur entsteht nicht durch Einzelmaßnahmen oder isolierte HR-Instrumente, sondern durch das Zusammenspiel dreier Ebenen: Die Organisation, Teams und Individuen. Entscheidend ist die Interdependenz dieser Ebenen.
Das Impulspapier zeigt darüber hinaus anhand konkreter Beispiele, wie diese Überzeugungen in der Praxis wirksam umgesetzt werden können.
Autoren aus Wissenschaft und Praxis
Das Impulspapier wurde erarbeitet von der Think Tank-Teilgruppe „Positive Leistungskultur“: Daniel Annen (Dräger Werke), Karin Glattes, (Organisationsberatung & Change), Nicole Herrfurth (Nicole Herrfurth Advisory), Dr. Josephine Hofmann (Fraunhofer IAO) und Ralf Stolze (Munich Airport).
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