„State of HR“ in Deutschland 2026
HR zwischen Effizienz, Transformation und Umsetzungsrealität
Unternehmen stehen unter wachsendem Druck, gleichzeitig effizienter zu werden, Transformation zu gestalten, Talente zu gewinnen, zu binden und zu entwickeln, Leistung zu ermöglichen und neue Technologien wie Künstliche Intelligenz sinnvoll in den Arbeitsalltag zu integrieren . Für HR bedeutet das: Die Funktion ist heute mehr denn je gefordert, Orientierung zu geben, Prioritäten zu setzen und Veränderung wirksam mitzugestalten.
Das zeigt die gemeinsame Studie „State of HR in Deutschland 2026“ von DGFP und Gallup, die als Fortführung aus dem letzten Jahr angelegt ist. Ziel der Studie ist es, ein differenziertes Bild der aktuellen Situation von HR in Deutschland zu zeichnen und Ansatzpunkte für Einordnung und Weiterentwicklung zu liefern. Im Fokus steht dabei nicht nur, welche Themen HR beschäftigen, sondern auch, wie diese zusammenhängen und an welchen Stellen sich aus den Ergebnissen konkrete Handlungsfelder ableiten lassen.
Die Ergebnisse zeigen: HR beschäftigt sich heute weniger mit isolierten Einzelthemen, sondern zunehmend mit der Frage, wie Transformation, Effizienz und Leistungsfähigkeit gleichzeitig organisiert werden können.
Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie:
- Wirtschaftlicher Druck und KI verändern die People-Strategie: Die stärksten Treiber hinter den aktuellen Veränderungen in der People-Strategie sind Kostensenkung und Margendruck (57 Prozent) sowie beschleunigte Digitalisierung und KI-Entwicklung (55 Prozent).
- Performance Management rückt stärker in den Fokus bleibt aber große Baustelle: 38 Prozent der Befragten nennen Performance Management inzwischen als wichtigsten Schwerpunkt ihrer HR-Arbeit. Erhebliche Defizite zeigen sich jedoch in der praktischen Wirksamkeit bestehender Performance Management-Systeme.
- Emotionale Bindung bleibt kritischer Leistungsfaktor: Emotionale Mitarbeiterbindung und Entwicklung werden weiterhin häufiger als Problemfelder wahrgenommen als tatsächlich priorisiert. Teams mit hoher emotionaler Bindung verzeichnen unter anderem geringere Fluktuation, weniger Fehlzeiten und höhere Produktivität.
- KI ist im HR-Alltag angekommen – die Organisationen oft noch nicht: 81 Prozent der HR-Befragten nutzen KI bereits täglich oder mehrmals pro Woche. Gleichzeitig halten nur 4 Prozent ihre Gesamtbelegschaft für vollständig bereit im Umgang mit KI-Technologien.
- HR identifiziert sich trotz Belastung stark mit der eigenen Rolle: Trotz hoher Belastung und teilweise mangelnder organisationaler Anerkennung bleibt die Identifikation mit der eigenen Profession bemerkenswert hoch: 89 Prozent der HR-Befragten würden sich erneut für eine Karriere im Personalbereich entscheiden.