Schwerpunkt: Quo Vadis betriebliche Mitbestimmung
Mitbestimmung ist kein starres Modell, das in Zeiten des Wandels zum Bremsklotz wird. Im Gegenteil: Sie entwickelt sich kontinuierlich mit dem Unternehmen weiter. Eine starke Mitbestimmung kann dazu beitragen, dass die HR-Funktion im Unternehmen an Bedeutung gewinnt und ihre Ziele nachhaltig durchgesetzt werden.
Seit einigen Jahren nimmt die betriebliche und unternehmensbezogene Mitbestimmung spürbar ab. Gleichzeitig wächst der Druck auf die Mitbestimmungsakteure, Veränderungen gemeinsam zu gestalten. Auch die Themen werden immer komplexer. Trotzdem arbeiten die Sozialpartner zusammen – selbst bei anspruchsvollen Themen wie KI und People Analytics.
Trotzdem, oder gerade deshalb, zeigt sich, Mitbestimmung kann ein wirksamer Hebel für Transformation sein. Ein „Mehrebenensystem“ hilft, die verschiedenen Ebenen bewusst aufeinander abzustimmen. Dabei wird die Zusammenarbeit mit dem HR-Bereich immer wichtiger.
Unternehmen müssen Bürokratie abbauen und Prozesse vereinfachen, um in einer VUCA-Welt handlungsfähig zu bleiben. Die betriebliche Mitbestimmung steht daher an einem Wendepunkt. Sie muss sich zu einer agilen Gestaltungspartnerschaft weiterentwickeln, damit die Belegschaft sie als modernen, wertschöpfenden Faktor wahrnimmt – und nicht als Hindernis. Wenn Transparenz und gegenseitiges Vertrauen konsequent gelebt werden, lassen sich Konflikte meist erfolgreich lösen.
In der Sommerausgabe unseres Fachmagazins PERSONALFÜHRUNG zeigen Unternehmen, welche Faktoren eine „starke“ Mitbestimmung begünstigen und was das für HR bedeutet.
Schwerpunkte dieser Ausgabe:
- Mehrebenensystem der Mitbestimmung: Wie HR von starker Mitbestimmung profitiert
- Strategische Risikosteuerung statt Vollkontrolle: Wettbewerbsfähige Mitbestimmung bei Roche
- Wenn Sozialpartner Zukunft gemeinsam gestalten: Betriebliche Transformationspartnerschaft bei Schunk
- Digitalisierung mit flexiblen Mitbestimmungsstrukturen: HR-IT-Großprojekt bei TÜV Süd
Herausgeberinterview: Valeria Gargiulo, Chief People & Sustainability Officer und Arbeitsdirektorin, ist im Konzernvorstand der Kion Group verantwortlich für Personal und Nachhaltigkeit. Sie erläutert, wie das Unternehmen mit weltweiten Krisen umgeht, seine HR Business Partner für globale HR‑Themen in die Verantwortung nimmt und – trotz nachlassendem politischem Fokus auf das Thema – Nachhaltigkeit intern vorantreibt.
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