Schwerpunkt: Leistung und Produktivität fördern

Juni 2026

Die Leistungsfrage ist zurück: Arbeitszeitmodelle, Produktivitätsdefizite und Wettbewerbsfähigkeit werden kontrovers diskutiert und neu verhandelt. 

Nicht Systeme und Prozesse sorgen für mehr Leistung und Produktivität, sondern Engagement und Verantwortungsqualität. Mehr Arbeitsstunden der Beschäftigten ersetzen nicht deren Commitment. Und mehr Kontrolle ersetzt kein Ownership. 

Während Performance- Management-Systeme zuletzt neu geschärft wurden, zeigen empirische Befunde ein gegenteiliges Bild. Trotz besserer Prozesse sinkt das Engagement oder verharrt auf niedrigem Niveau, wächst die Verantwortungsdistanz und „regiert“ stabile Durchschnittlichkeit. Warum greifen modernisierte Systeme und Steuerungsinstrumente oft nicht durch und bleibt Wirkung aus? Performance Management hat dennoch Zukunft, aber nur auf dem Fundament von Ownership. Die nächste Entwicklungsstufe liegt in stärkerer kultureller und von Führung flankierter Verankerung der individuellen Bereitschaft, die Organisation voranzubringen. Nicht länger, sondern verantwortlicher und wirkungsorientierter arbeiten – darum geht es.

In unserer aktuellen Ausgabe zeigen wir, warum nachhaltige Performance nicht ohne Ownership entstehen kann und welche neuen Wege Unternehmen gehen, um ihre Mitarbeitenden zu motivieren sowie Arbeitszeitmodelle und Incentives neu auszuhandeln.

Schwerpunkte dieser Ausgabe:

  • Abschied vom „Gerade-noch-Genügen“: Ownership als Basis für Performance-Management
  • Selbstwirksamkeit stärken: Leistungsmanagement bei Thermondo
  • Spannungsfelder eines neuen Leistungsverständnisses: Performance Culture in der Otto Group
  • „WeGrow“ statt Bewertung: Wie T-Systems Performance durch Coaching stärkt
  • Kein Drama, aber auch keine Bagatelle: Low Performance wirksam begegnen
  • Der blinde Fleck: KI steigert (nicht) die organisationale Performance

Außerdem in dieser Ausgabe:

  • Die unterschätzte Übersetzungslücke: Wenn Anforderungsprofile am Rollenanspruch vorbeigehen
  • Vom Messen zum Planen und Entwickeln: Kompetenzmodelle in den Stadtwerken Pforzheim
  • Führung neu denken: Wie die Kahl GmbH New Work gestaltet
  • Zwischen Emotion und Strategie: Jobsharing Tandem der HR beim VfB Stuttgart

Herausgeberinterview: Wilfried von Rath, CHRO und Arbeitsdirektor der Thyssenkrupp AG und von Thyssenkrupp Steel Europe, über die tiefgreifende Transformation und politische Rahmenbedingungen industrieller Arbeit in Zeiten von Dekarbonisierung, Umbau der Konzernstruktur und wachsendem Wettbewerbsdruck.

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